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Hessen Kassel - 1860 München II  3:8  (2:4)
Löwenparty
Happyend für die U23: Klassenerhalt nach 8:3-Erfolg in Kassel
Nach einem grandiosen Finale, in dem die Löwen-U23 mit 8:3 (4:2) beim KSV Hessen Kassel gewann, durfte das Team von Klaus Koschlick den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd bejubeln, weil die Konkurrenz patzte. Neben dem 1. FC Kaiserslautern II und FK Pirmasens, die bereits als Absteiger feststanden, müssen auch der SV Darmstadt 98 und der 1. FC Saarbrücken den Weg in die Oberliga antreten.


Personal: Im Vergleich zum Heimspiel gegen den FC Bayern II (1:1) musste Löwen-Coach Klaus Koschlick auf Berkant Göktan und Lars Bender verzichten, die sich beide bereits in den Urlaub verabschiedet hatten. Dafür stand Alexander Eberlein wieder zur Verfügung, der vergangenes Wochenende mit der Löwen-U19 das DFB-Junioren-Vereinspokalfinale bestritten hatte. Bei Kassel durften in ihrem letzten Spiel für die Nordhessen nochmals der Ex-Dortmunder Marc Arnold und Julio Cesar da Rosa von Beginn an ran.

Spielverlauf: Vom Anpfiff weg ergriffen die Münchner Löwen gegen Kassel, die ebenfalls den Löwen als Wappentier haben, die Initiative. Bereits in der 4. Minute die erste Chance für die Sechziger. Björn Ziegenbein hatte aus halbrechter Position abgezogen, seinen 18-Meter-Schuss ließ KSV-Torhüter Oliver Adler nach vorne abprallen, Manuel Duhnke kam zum Nachschuss, doch diesmal war Adler auf dem Posten. Nach einer Flanke von der linken Seite durch Benjamin Schwarz nahm Ziegenbein in der Mitte das Leder direkt, traf aber nur den Rücken eines Kasseler Spielers (8.). Fünf Minuten später konnte der Münchner Löwen-Tross endlich jubeln. José Holebas hatte im Mittelfeld zwei Gegenspieler ausgedribbelt und quer auf Ziegenbein gelegt. Dieser lief alleine auf Kassels Torwart Adler zu, passte quer auf den mitgelaufenen Duhnke, der den Ball nur noch zum 1:0 über die Linie drücken musste (13.). Das Team von Trainer Klaus Koschlick konnte sich aber nicht lange über die Führung freuen. Nach einem Querpass von Thorsten Bauer kam Julio Cesar da Rosa 14 Meter vor dem Tor an den Ball, ließ Philipp Tschauner mit einem trockenen Schuss ins linke untere Eck keine Abwehrchance (16.). In der 27. Minute drang Ziegenbein über rechts in den Strafraum ein, umkurvte seinen Gegenspieler, der ihn von hinten umriss. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees zögerte keine Sekunde und gab Elfmeter. Ralf Schmitt trat an, ließ Adler keine Chance. Er verlud den Torwart und schoss hoch in die Mitte zur erneuten Führung ein. Aber es kam noch besser. Vier Minuten später bekamen die Löwen kurz vor der Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen. Christoph Burkhard lief aus halbrechter Position an, zirkelte aus 22 Metern den Ball über die Mauer am reglosen Adler vorbei zum 3:1 ins Kasseler Netz (31.). In der 37. Minute kam Julio Cesar, wie beim 1:1, erneut aus 14 Metern zum Schuss, doch diesmal landete der Ball zwei Meter über dem 1860-Tor (37.). Vier Minuten später erneut eine heikle Szene vor dem Löwen-Tor. Nach einem Eckball kam Thorsten Bauer zentral zum Kopfball, doch Tschauner stand goldrichtig, konnte abwehren (41.). In der 43. Minute fiel dann doch der Anschlusstreffer für die Hessen nach zweimaligem Ballverlust der Löwen im Mittelfeld. Denis Berger passte auf Bauer, der den Ball gefühlvoll über den herauslaufenden Löwen-Keeper Tschauner zum 2:3 ins Münchner Netz hob. Es war bereits der 15. Saisontreffer des Kasseler Torjägers (43.). Doch damit war das Torfestival in Halbzeit eine längst nicht vorbei. In der 45. Minute kam ein hoher Ball auf Schmitt, der ihn mit dem Fuß sofort in die Tiefe auf Duhnke passte. Der Schütze des 1:0 schlenzte aus zwölf Metern das Leder an Adler vorbei ins lange Eck zum 4:2-Pausenstand für 1860 in einer kurzweiligen und abwechslungsreichen Partie.

Dies sollte sich auch in der 2. Halbzeit nicht ändern, wobei der Spaß an diesem Spiel eher auf Seiten der Sechziger lag. Kurz nach Wiederanpfiff passte Schmitt auf Holebas, der frei vor Adler auftauchte, aber aus zwölf Metern zu überhastet abschloss und weit übers Tor schoss. Besser machte es Schmitt in der 54. Minute. Nach Pass von Holebas setzte sich der Stürmer gegen drei KSV-Verteidiger durch, schoss von der Strafraumgrenze und traf zum 5:2. Sieben Minuten später die endgültige Entscheidung. Nach einem mustergültig vorgetragenen Konter lief Ziegenbein fast von der Mittellinie aufs KSV-Tor, zog aus 16 Metern ab und traf genau ins Kreuzeck zum 6:2 (61.). Keine fünf Minuten später lag der Ball erneut im Kasseler Netz. Diesmal hatte Holebas getroffen (66.). Nach einem Solo legte Rechtsverteidiger Burkhard quer auf den Torjäger, der von der Strafraumgrenze seinen 12. Saisontreffer erzielte. Kassels Torhüter Adler machte bei diesem Treffer zum 7:2 jedoch eine äußerst unglückliche Figur, lenkte den Ball ins eigene Netz. Und nach einer Freistossflanke von Schwarz aus halbrechter Position an den zweiten Pfosten stieg Innenverteidiger Lukasz Szukala am höchsten, traf aus sieben Metern per Kopf zum 8:2 (70.). Aber auch die Gastgeber durften nochmals jubeln, wenn auch verhalten. Kapitän Dennis Polak hatte Bauer mit regelwidrigen Mitteln am Torschuss gehindert, sodass der Schiedsrichter auf Strafstoss entschied. Der Gefoulte trat selbst an, traf zum 3:8 hoch unter die Latte (77.). Bauer war es auch, der kurz vor dem Abpfiff mit einem 25-Meter-Schuss die Oberkante der Latte traf (88.). Das war gleichzeitig die letzte Aktion in einem unterhaltsamen Spiel mit elf Treffern. Durch diesen Erfolg konnte die Löwen-U23 am letzten Spieltag den Kopf aus der Schlinge ziehen und im dritten Regionalliga-Jahr erstmals aus eigener Kraft den Klassenerhalt bewerkstelligen. Gratulation von dieser Stelle an die Mannschaft, Trainer und Betreuer!

Ernst Tanner, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen, zeigte sich erleichtert. „Das ist ein Happyend nach einer schwierigen Saison, in der wir von der Konkurrenz als Fixabsteiger gehandelt wurden.“ Die Liga sei in dieser Spielzeit unheimlich ausgeglichen gewesen, so der 40-Jährige. „Das zeigt allein schon die Tatsache, dass wir für den Klassenerhalt 43 Punkte benötigt haben.“ Für Tanner ist der Verbleib in der Regionalliga ein „Meilenstein für die Zukunft, weil wir jetzt nächste Saison ohne Druck die jungen Spieler ausbilden können.“

Kassels Coach Matthias Hamann wollte die deftige Niederlage nicht überbewerten. „Wir lassen uns von so einem Einzelereignis nicht vom Weg abbringen. Das Ergebnis sieht komisch aus, aber wir haben den Klassenerhalt geschafft“, so das Resümee des Ex-Löwen. Hamann haderte vor allem damit, dass „wir immer wieder ran kamen und dann wieder den Nackenschlag hinnehmen mussten". Der finale Nackenschlag sei das 4:2 durch Manuel Duhnke in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit gewesen.

Quelle:
Quickfacts
Torfolge: 0:1 Manuel Duhnke (13.), 1:1 Julio Cesar (16.), 1:2 Ralf Schmitt (27.) Foulelfmeter, 1:3 Christoph Burkhard (31.), 2:3 Denis Berger (43.), 2:4 Manuel Duhnke (45.), 2:5 Ralf Schmitt (53.), 2:6 Björn Ziegenbein (61.), 2:7 José Holebas (66.), 2:8 Lukas Szukala (69.), 3:8 Thorsten Bauer (78.) Foulelfmeter
Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Mainz)
Zuschauer: 5554
Der Spielbericht des Heimvereins:
Vom Heimverein liegt leider kein Bericht vor.
Der Spielbericht des Gastvereins:
Vom Gastverein liegt leider kein Bericht vor.


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