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Oben ohne ins Unterhaus
Von Eric Schmidt

Weiße Weste: Tomislav Maric (Mitte) und „Bobo“ Mayer (rechts) gehen mit blanker Brust auf Torejagd. Es wird noch einige Tage dauern, bis 1899 Hoffenheim seinen neuen Haupt- und Trikotsponsor präsentiert.Foto: Dittmar Dirks

Fussball - Hoffi, der Elch, freute sich wie ein Honigkuchenpferdchen. Das Maskottchen von 1899 Hoffenheim hatte das Frankenstadion in Heilbronn für fünf Minuten in einen Wildpark verwandelt. Beim Elfmeterschießen in der Halbzeitpause war Hoffi gegen Fritzle, das Krokodil des VfB Stuttgart, angetreten - ein tierisches Vergnügen. 2:1 besiegte der Elch aus Baden das Beißerchen aus Württemberg. „Das war wichtig. Ein Prestigeerfolg“, sagte Hoffi und war froh: „Wenigstens ich habe gewonnen.“

Die Mannschaft hatte den Kürzeren gezogen. Mit 0:2 (0:2) verlor 1899 Hoffenheim am Dienstagabend gegen den deutschen Meister VfB Stuttgart. Es war eine verdiente Niederlage, die dem Zweitliga-Azubi phasenweise deutlich die Grenzen aufzeigte. Vor allem die letzten 20 Minuten der ersten Halbzeit muteten wie eine Lehrstunde an. „Wir mussten froh sein, dass wir zur Pause nicht mit 0:4 zurücklagen“, meinte Mäzen Dietmar Hopp und scherzte: „Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir deutscher Meister werden.“ „Meine Spieler waren müde, mehr als ich gedacht habe. Vielleicht lag es daran, dass wir am Montag scharf trainiert haben“, sagte Trainer Ralf Rangnick. Nach den ersten guten 20 Anfangsminuten habe seine Elf zwischenzeitlich die Ordnung verloren.

Sandspieler Das zumindest war kein Wunder. Im Trainingslager auf Langeoog gab es für die Kraichgauer kaum Gelegenheit, richtig Fußball zu spielen. Heftige Regenfälle hatten die Spielwiesen in kleinere Bodenseen verwandelt - nur Aquajogging wäre möglich gewesen. So hielt sich 1899 mit Beachsoccer am Strand über Wasser. „Alles in allem haben wir erst zwei-, dreimal auf Rasen trainiert, da kann noch nicht alles klappen,“ sagte Dribbler Dragan Paljic. Am Dienstag in Heilbronn fand 1899 dann eine Fußballweide vor. Der Rasen sei zwar in Ordnung, aber doch ziemlich hoch gewesen. „Wenn ich meinen Garten fünf Tage nicht mähe, sieht er genauso aus. Das hat nicht nur uns, das hat auch dem VfB ein paar Schwierigkeiten bereitet“, erklärte Rangnick.

Immerhin: Es gab Lichtblicke. Matthias Jaissle beispielsweise. Der Verteidiger, der im Januar vom VfB Stuttgart II nach Hoffenheim gekommen war, zeigte eine starke Partie. Auch Thorsten Kirschbaum, der den angeschlagenen Daniel Haas (Achillessehnenprobleme) im Tor vertrat, zeichnete sich mehrmals aus. Auf ihn und die anderen kommen stressige Tage zu. Am Freitag, 17.30 Uhr, steigt das Testspiel bei Rangnicks Ex-Club SSV Ulm, danach geht es ins Trainingslager nach Leogang. Es gibt viel zu tun.

Auch für das Management. Jan Schindelmeiser ist immer noch auf der Suche nach Verstärkungen. Zwei Neuzugänge, mehr konnte 1899 bislang nicht präsentieren. Unter Druck sieht sich Schindelmeiser nicht. Bis zum 31. August habe er Zeit. Möglich, dass sich heute noch etwas tue. „Irgendeine Entscheidung wird fallen. Entweder für oder gegen uns.“

Entscheidungen Auf anderer Ebene scheint eines geklärt: Yello-Strom wird wohl doch nicht der neue Hauptsponsor. Damit wird das Stadion in Sinsheim nicht Yello-Strom-Arena heißen. Aber wie dann? „Warten wir’s ab! Wir führen Gespräche. Eine Entscheidung wird bald fallen“, sagt Dietmar Hopp. Bis zum Pokalspiel am 3. August gegen den FC Augsburg, spätestens zum Saisonauftakt gegen den SV Wehen soll der neue Sponsor präsentiert werden.

Solange wird 1899 oben ohne auflaufen - wie beim Werbespiel in Heilbronn, wo die Kraichgauer ohne Trikotwerbung auf Torejagd gingen. Es sah ein bisschen nackt aus - wie auf den Hemden des FC Barcelona, auch wenn die Farbe des Outfits eher an das königliche Weiß von Real Madrid erinnerte. Den Spielern kam es nicht spanisch vor. „Leider sind wir noch nicht ganz so gut wie Real. Aber wir haben ja gute Leute. Vielleicht werden wir ja noch zum weißen Ballett“, erklärte Dragan Paljic.

Hoffi zumindest hofft es. In der 2. Bundesliga trifft der Elch nicht auf Fritzle, das Krokodil, sondern auf Löwen und Geißböcke. Auch diese hohen Tiere knöpft er sich gerne vor: „Ich bin der König des Waldes. Ich habe vor niemandem Angst.“

12.07.2007 00:00
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